Balance in der Küche

Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr hatte tolle, entspannte und leckere Ostern!!!

Ich habe vor einiger Zeit ein kurzes Interview mit  Sarah Wiener gelesen, in dem sie darauf aufmerksam machte, dass es für uns alle wichtig ist, uns so natürlich bzw. naturbelassen und auch regional wie möglich zu ernähren. Also nicht blind irgendwelche Lebensmittel zu kaufen, sondern kritisch zu hinterfragen.  Ihre Feststellung war, dass BIO nicht gleich BIO ist und somit auch nicht immer gut für Mensch, Tier und Umwelt. Daher sollte der Verbraucher am besten beim Bäcker, Schlachter, Bauern seines Vertrauen einkaufen, die noch ohne chemischen Zusätze und nach alten Methoden backen, schlachten, anbauen.

Beim Lesen nickte ich zunächst zustimmend, um ein paar Minuten später festzustellen, dass sich bei mir ein schlechtes Gewissen regt, weil ich eben doch viel mehr beim Discounter und beim Markensupermarkt einkaufe und nicht auf den BIO-Höfen in der Region. Doch dann meldete sich mein Widerstand!

Ich will kein schlechtes Gewissen haben! Ich möchte ermutigt werden und kein zusätzliches ToDo auf meiner Liste bekommen. Überlegt doch mal, was wir alles tun. Jeden Tag. Durch die BIO-Kiste weiß ich, wie aufwendig es z.T. ist lediglich das Gemüse zuzubereiten, weil der Kohl eben als ganzer Kopf ankommt und nicht schon kleingeschnitten und vorgegart im Glas, genauso wird der Spinat als ganze Blätter geliefert. Meine Kinder essen keinen Blattspinat, er muss schon kleinst gehackt werden und mit einem Schuss Sahne etc. zubereitet werden.

Es fängt schon beim Einkaufen an. Zu Aldi, Penny, Edeka und Co. fahre ich mit dem Auto ca. 5 Minuten. Ich habe das Glück trotz Großstadt 2 Biohöfe in der Nähe zu haben, dennoch fahre ich 20 Minuten mit dem Auto bis ich dort bin.
Gesund kochen ist auch ohne schlechtes Gewissen und BIO-Hofladen aufwendiger, als einfach eine TK-Pizza in den Ofen zu schieben. Wenn Frau Wiener sich dafür stark macht, zurück zum Ursprünglichen zu gehen ist das toll! Keine Frage!

Aber bitte bedenken wir doch, dass die Zeiten sich auch geändert haben. Die meisten gehen arbeiten, die Ansprüche sind gestiegen, wir sollen mit unseren Kids auch spielen und sie fördern. Zusätzlich müssen wir unsere Kinder zu Spielen-Nachmittagen verabreden, einfach ab auf den Hof/Spielplatz/Straße ist kaum noch möglich; selbst wenn sie schon größer sind. Irgendeiner hat immer einen Termin am Nachmittag und einfach spontan vor der Tür zu stehen und zu fragen: „Kann Judith spielen kommen?“ ist nicht wirklich gern gesehen.

Essen und Kochen soll Spaß machen und Freude bereiten. Keiner wird sich gleich den nächsten Grippe-Virus einfangen, wenn er mal ein Fertiggericht serviert. Mir geht es immer um die Balance. Wir alle geben jeden Tag unser Bestes und jeden Tag ist etwas anderes wichtig und hat oberste Priorität. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Lasst locker!
LG, Eure Sandra

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter locker lassen

Eine Antwort zu “Balance in der Küche

  1. Ich gebe Dir in vielen Punkten völlig Recht! Es kommt wirklich auf die Balance an. Liebe Grüsse, Jenni

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