Beikost-Einführung beim großen Kind

Weil ich ja hier über hauptsächlich über Familienessen schreibe, dachte ich mir, dass die Beikosteinführung unserer Süßen auch dazu gehört. Es gibt sicher ein paar junge Mamis und Papis, denen ähnlich viele Fragen durch den Kopf gehen, wie mir damals…

 

Zu Beginn eine kurze Einleitung:
Der Beikostbeginn bei dem großen Kind war relativ früh.
Ich bin beim Wachstumsschub um den 3./4. Monat herum nicht mehr mit der Milchproduktion hinterhergekommen. Ich habe dann 6 Wochen mit Stillen, Abpumpen, Zufüttern hantiert. Als ich dann in einer Nacht von Sa zu So nachts um 4h schnell eingefrorene MuMilch aufgetaut habe, dachte ich mir: ‚SO! ist das Leben doch nicht!“ und habe abgestillt. So komisch es klingt, unser Huschel wollte die Brust auch nicht mehr.
Diese Zeit des Abpumpens, Stillens und Zufüttern war für uns sehr stressig, daher war das Ziel Nahrungsaufnahme wieder zu entspannen.

Kurz vor dem 4monatigen Geburtstag habe ich abends Naturreisschleim von Alnatura mit Muttermilch gegeben. Ich wollte endlich mal wieder länger als 2 Stunden schlafen. Hat auch geklappt, unser Huschel hat 11 Stunden am Stück geschlafen, war wohl so baff endlich mal satt zu sein. Ich musste natürlich trotzdem raus zum Abpumpen. (Diese Stundenanzahl war aber auch EINMALIG!)

Beikosteinführung tomatenstulleblog.wordpress.com tomatenstulle.de

Das gab es ca. 3 Tage, dann gab es 3 Tage Biobanane dazu, dann 3 Tage Birne (Williams-Christ von Babydream/Bebivita), dann 3 Tage mit Karotte.
Mittlerweile hatte ich schon gemerkt, dass unser Huschel total Bock auf Löffeln hat und habe ca. 10 Tage später auch den Mittagsbrei eingeführt, gleich Karotte und Kartoffel. Ich wusste ja, dass die Karotte gut vertragen wird.
Da hat alles gut geklappt, auch mit der Verdauung gab es keine Probleme. Ich habe dem Huschel aber auch gleich Fencheltee und/oder Wasser dazu gegeben, obwohl ich sagen muss, dass das Schulkind auch heute noch ziemlich wenig trinkt. Ich orientierte mich da an den Ergebnissen in den Windeln und achtete darauf, dass es nicht nur Sachen gibt, die stopfen.

Zu Beginn glutenfrei, bis die Packung alle war, dann alle Getreidesorten.

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Außerdem gab es 4 Wochen nur vegetarische Breie. Ich wollte immer selbst kochen und habe daher erst mal von jeder Gemüsesorte ein Gläschen gekauft, von allen Firmen. Ich habe darauf geachtet, dass kein Salz oder sonstige Gewürze drin sind und auch nur die Zutaten die reingehören, maximal noch Reisstärke zum Binden.

Als ich dann wusste was es mag, habe ich das Biogemüse gekauft, gedünstet, püriert und in Eiswürfeldinger eingefroren, dann wieder aus den Schalen rausgeklopft und in Gefrierbeutel getan und wieder rein in den Tiefkühler.
Was ich eingefroren habe:
Karotten, Karotten mit Petersilie, Blumenkohl, Pastinaken, Rosenkohl (den aber unpüriert, ist quasi schon portioniert), Hokkaido-Kürbis (Huschelchen mochte den Riesenkürbis, den es in den Gläsern gibt aber lieber), Rinderfilet und Putenschnitzel aus dem Biosupermarkt (Fleisch muss man lange kochen lassen, sonst wird es zäh, ist überhaupt ne komische Angelegenheit Fleisch zu pürieren…)

Was ich nicht eingefroren habe:
Kartoffeln, die koche ich immer frisch.
Biospinat gibt es tiefgekühlt in Portionen.
Bei Penny gibt es winzige Dosen mit Bioerbsen und Biomais, der Mais lässt sich nicht ganz glatt pürieren.

Ich hatte immer ein paar Gläschen da, wenn es mal ganz schnell gehen muss oder wir unterwegs sind. Außer Bananen pürierte ich KEIN Obst, das ist mir zu aufwendig und das Obst kannste meistens auch vergessen, was man „frisch“ kriegt.

Außer der Butter, dem Rapsöl, der Petersilie, dem Fencheltee und gelegentlichen Auflügen zur Muskatnuss (ich benutze echte Nüsse) gab es nur Biosachen, wenn ich selbst kochte.

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Abends gab es die Milchbreie von Milupa (Banane, Getreide-Banane, Birne-Zwieback haben nicht zuviel Zucker). Es machte mir einfach zu viel Mühe abends auch noch was zusammenzumixen. Huschelchen war abends oft schon müde und quengelig und Mami will auch mal Feierabend haben.

Es gab dann 4 Breie und 1 1/2 Fläschchen.
Das Fläschchen (200ml) zum 1. Frühstück morgens gegen 6h,
zum 2. Frühstück Müsli (Milchpulver, Wasser, Getreidebrei – Hirse, Dinkel, was ich grad kaufte – und etwas Obstpüree) ca. 9h,
Mittag klar ca. 12h,
Getreideobstbrei am Nachmittag (aus dem Glas) ca. 15h und
Milchbrei abends ca. 17.30h und
so zwischen 22-23h noch mal ca. 130ml Milch.

Unser großes Kind schlief nicht immer durch. Weinen lassen wollte ich es nicht, weil es wirklich Hunger hatte. Also habe ich nach und nach den Nachtportion verringert, damit das Huschelchen sich die Kalorien tagsüber holt. Das große 200ml Fläschchen gab es ab 4h, 6h ist natürlich schöner…klar. Es waren dann in der Nacht nur noch 2 Löffel, das sind 70ml. Also von 6 Löffeln – 200ml, zu 5L-170ml, zu 4L   – 130ml, etc.

Ich weiß, dass es jetzt etwas lang geworden ist, aber ich habe das so ausführlich beschrieben, weil ich damals soooooo unsicher war, habe nächtelang wach gelegen und mir nen Kopf ums Essen gemacht, ehrlich wahr. Dabei war es dann SO Unkompliziert. Ich möchte nur, dass ihr wisst, dass man nicht alles wie im Lehrbuch machen muss. Mich haben diese ganzen „Erkenntnisse“ nur verwirrt, es sagt ja jeder was anderes und als ich letztes las, dass eine Mama tatsächlich fragte wie viele Kartoffeln sie zu der Karotte kochen soll, dachte ich, dass ist es doch nicht. Klar, unsere Kinder sind unser höchstes und kostbarstes Gut, aber wir dürfen doch nicht so verkopft an alles rangehen, die Süßen sind doch Individuen. Sie zeigen uns was sie wollen, man muss sie nur beobachten.

Bei dem kleinen Kind lief es dann etwas anders, das schreibe ich demnächst.

Viele Grüße
Sandra

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