Monatsarchiv: Juli 2017

London mit Kindern – Was anschauen?

Endlich sind unsere Fotos da und das wollte ich zum Anlass nehmen, um noch einmal genauer auf unseren London Urlaub einzugehen und euch ein paar Tipps zu geben und damit es nicht zu viel Text wird, mache ich das in zwei Posts.

Willkommen bei London mit Kindern – Teil 1!

Da wir im Mai wirklich tolles Wetter hatten, waren wir viel draußen, um die Sonne zu genießen.
Ich finde, beim ersten Besuch lassen sich viele Sehenswürdigkeiten auch sehr gut von außen begucken, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen: Big Ben, Houses of Parliament, Westminster Abbey, Buckingham Palace, Tower Bridge,…

Daher waren wir in kleinen Museen, die sich „schnell“ angucken lassen. Auch weil unser 3,5jähriger noch nicht die größte Aufmerksamkeitsspanne hat…

Im Geffrye Museum, ein umgebautes Armenspital aus dem 18. Jahrhundert, wird der Wandel der Wohnkultur vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart am Beispiel von Wohnzimmern gezeigt. Es gibt auch spezielle Rätseltafeln für Kinder, die auch unser Jüngster spannend fand. Er ist immer vorgelaufen und rief dann: „Kann mir das bitte jemand vorlesen?“

geffrye museum
Das Geffrye Museum hat außerdem einen wunderschönen Garten, den unsere Kinder gar nicht mehr verlassen wollten, ein tolles Café und einen liebevoll ausgestatteten Museumsshop. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gern angenommen.

Außerdem waren wir im Kensington Palace. Für den ersten Teil der Ausstellung hätte ich mir etwas mehr Hintergrundwissen über die englische Monarchie gewünscht, um auch die Kindern mehr erzählen zu können… So war ich nicht vorbereitet, was auch nicht weiter schlimm war.

kensington palace

kensington palace_a

Als wir dort waren, konnten wir uns eine Ausstellung zum Wandel von Lady Diana´s Kleidungsstil ansehen. Was mich am meisten beeindruckt hat, dass ich fast alle Kleider und auch Entwurfsskizzen von Fotos aus der Presse kannte. Viele stammten noch aus meiner Kindheit. Sie muss wirklich unglaublich oft fotografiert worden sein, dass mir ihre Kleidungsstücke so präsent sind.

lady di_kensington palace

Ein Highlight waren auf jeden Fall die Royal Mews – die königlichen Stallungen. Unsere Jungs sind so durch gelaufen und haben die Rallye gemacht, wir Mädels haben uns einen Audio Guide geben lassen, weil wir alles ganz genau wissen wollten.

royal mews_horse

Der Borrough Market ist auch toll für Kinder , weil es so viel zu entdecken gibt.

borough market

Insgesamt wollten wir uns vor allem durch die Stadt treiben lassen und viel von dem Flair und der Energie aufnehmen. Uns war auch von Anfang an klar, dass wir bestimmte Dinge nicht machen werden, shoppen zum Beispiel oder Cocktails trinken, auch den Camden Market und einen Besuch im Tower haben wir uns ganz bewusst für den nächsten Besuch aufgehoben, auch weil mein Mann und ich beides noch nicht kennen und wir hoffen, dass unser Lütter mehr davon hat, wenn er etwas größer ist und sich dann auch daran erinnern wird.

Ich habe schon erwähnt, dass wir viel Bus gefahren sind. Das ist gerade mit Kindern eine tolle Möglichkeit ohne großen Aufwand viel zu sehen. Hier gibt es einen Übersichtsplan über die wichtigsten Buslinien der Innenstadt, den hatten wir zuhause mehrfach ausgedruckt und ziemlich oft in der Hand…

So waren wir außerdem in der Portobello Road, sind an der Royal Albert Hall vorbeigefahren, haben Paddington einen guten Morgen gewünscht, waren mehrmals auf dem Diana Memorial Playground (weil es den Kindern so gut gefallen hat), in der National Bank waren wir auch und in St. Paul´s, wir haben Temple erkundet und mussten leider auf die Wasserfontänen in Somerset House wegen einer Veranstaltung verzichten, und und und. Es war so schön!

Ich merke, wie ich richtig ins Schwärmen komme und freue mich wie ein kleines Kind auf Teil 2 meiner London mit Kindern Tipps!

Bis dahin,
viele Grüße
Sandra

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„Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer

Heute mal ein Buch für uns Mamas – ich bin mir nicht sicher, ob Männer es mögen und verstehen würden  – „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer.

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Während ich noch überlege, was heute und die gesamte Woche ansteht, erfahre ich, dass auf Insta das heutige Thema der #lebenmitkindchallenge „Ordnung“ heißt.

Und schon schwirren einige Gedanken in meinem Kopf herum, die irgendwie alle mit diesem Buch zu tun haben und mit der Textstelle, die mich am meisten berührt hat. Aber von Anfang an. „Die Ehefrau“ ist das erste Buch, welches ich von Meg Wolitzer gelesen habe und ich habe lange überlegt, was ich denn nun schreiben soll, denn die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt:

Die Frau des berühmten Schriftstellers Joseph Castleman erzählt in Rückblenden von ihrem gemeinsamen Leben.

Genauso schnell sind die 270 Seiten gelesen. Aber genau das sollte man nicht tun, denn der eigentliche Wert dieses Buches liegt in den Gedanken, die es auslöst. Instinktiv fragt man frau sich, ob sie genauso gehandelt hätte und warum zum Teufel Joan dies alles mitmacht?

Insgesamt beobachtet und beschreibt Meg Wolitzer den Zirkel der wichtigen, schreibenden Männer, die Joe Castleman um sich schart so pointiert, dass ich sogar die Sitzfalten der Jacketts vor mir gesehen habe.

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Was hat denn das Buch nun mit der Insta challenge zu tun? Ganz einfach, weil es das ist was Ehefrauen tun. Sie sorgen für Ordnung. Ehefrauen sorgen. Und schon sind wir bei der Textstelle, die mich am meisten berührt hat. Joan Castleman ist verbittert, denn in all den Jahren hat sie die Kinder großgezogen, ihren Mann in seinen schriftstellerischen Aktivitäten unterstützt, seine Seitensprünge ignoriert und dabei ihr eigenes Talent hinten an gestellt.

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Es ist nichts schlechtes oder verkehrtes daran für andere zu sorgen. Denn es macht die Welt ein Stückchen besser und netter. Die eigentliche Tragik besteht darin, dass Sorgen keinen Wert in der Gesellschaft hat, obwohl es ein wichtiger gesellschaftlicher Stützpfeiler ist. Dieses muss auch Joan Castleman erkennen und fragt sich, wo sie eigentlich falsch abgebogen ist, in ihrem Leben. Dabei hätten ihr doch alle Türen offen gestanden, oder etwa doch nicht?

 

Viel Spaß beim Lesen
Sandra

 

 

 

 

 

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Kirschkernweitspucken im Alten Land

Pünktlich zum Wochenende möchte ich euch von unserem wunderschönen Ausflug ins Alte Land erzählen.

Letzten Sonntag sind wir erst mittags und daher ganz entspannt  los gefahren, um eine Gegend im Hamburger Umland zu entdecken, die wir noch nicht kannten. Das Wetter hätte nicht besser sein können, Sonne satt! Ich habe ganz kurz bedauert, dass mein Nähprojekt, von dem ich in den Instastories bereits berichtet hatte, noch nicht fertig ist – denn es hätte sehr gut zu diesem Ausflug gepasst. Nun ja, der Sommer ist ja noch lang.

Mein Liebster und ich haben Landpartien schon immer genossen und lieben es neue Gegenden zu erkunden. Zuerst mussten wir natürlich ans Wasser, dort haben wir den Ausblick vom Deich bestaunt und sind anschließend bis zur Wasserkante gelaufen.

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Dann musste erst einmal der Picknickkorb, der eigentlich eine Kühltasche ist, geplündert werden. Dieses Mal hatte ich einen schnellen Nudelsalat mit Mais und Tomaten zusammengerührt, Wraps und Sandwiches mit Salat, Salami und Schinken belegt und selbstgemachten Eistee mitgebracht. Außerdem hatten wir noch leckeren Kirsch-Käsekuchen von unserem Samstagsbesuch dabei. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie alles aufgemümmelt war. Zum Fotografieren blieb gar keine Zeit… seid nicht traurig, es war auch wirklich nur ein schnelles, spontan zusammengewürfeltes Picknick.

In Königreich sind wir über das Hofcafé Harms gestolpert, leider waren wir noch so satt, dass wir nicht eingekehrt sind. Es steht aber bei unserem nächsten Besuch auf unserer Liste!

Endgültig angehalten haben wir dann in Jork. Der Obsthof Schuhback ist eine Institution und nennt sich nicht umsonst Paradies…

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Im Hofcafé haben wir uns mit herrlich kühler Apfelschorle und extra heißem Kaffee gestärkt. Anschließend haben wir das Paradies betreten:

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Wenn ihr jemals von einem perfekten Sommergarten voller Obst geträumt habt, hier ist er! Wir wussten gar nicht, wo wir auf unserer Erkundungstour zuerst hingucken sollten, geschweige denn, wo es am schönsten ist, so dass wir uns für die nächsten 100 Jahre oder so niederlassen sollten.

Wir wollten gar nicht mehr weg.

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Wir saßen dann natürlich direkt an dem kleinen Sandstrand, weil die Kinder planschen wollten. Auch wir Großen haben es sehr genossen, unsere Füße ins Wasser halten zu können! Unsere tolle Tochter hatte natürlich ein Buch dabei – Mama leider nicht. Naja, sonst hätte ich vielleicht diesen schönen Anblick nicht festhalten können….

Große mit Buch

Wer nach solch einem wundervollen Tag noch ein paar kulinarische oder auch nicht-kulinarische Erinnerungen mit nach Hause nehmen möchte, wird im Hofladen sicher fündig. Ein besonderes Highlight für die Kinder waren die Apfelgummibärchen, welche selbstverständlich als Reiseproviant mit mussten!

Mit Sand zwischen den Zehen, Sonnenwärme auf der Haut und ganz viel Glück im Herzen sind wir dann spät zurück nach Hamburg gefahren und haben diesen wundervollen Tag am Grill mit Würstchen und Knobibrot ausklingen lassen.

Ich wünsche euch ein herrliches Wochenende,
liebe Grüße
Sandra

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