Archiv der Kategorie: Lieblingsbücher

„Wer Mama Muh kennt,…

…weiß, dass sie eine ziemlich ungewöhnliche Kuh ist.“ Mit diesem Satz beginnen, die Hörspiele von Mama Muh und bringen damit die Reihe um die Kuh, die nichts langweiliger findet, als den ganzen Tag auf der Weide zu liegen, zu kauen und zu glotzen, treffend auf den Punkt.

Wir vier sind große Mama Muh Fans, denn Mama Muh ist die Pippi Langstrumpf unter den Kühen. Geht nicht, gibt es bei ihr schlichtweg nicht. Die Kinder des Bauern fahren im Winter Schlitten, dann will Mama Muh das auch unbedingt machen. Im Herbst hat sie ja schon ein Baumhaus gebaut.

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Immer dabei, ihre Freundin Krähe. Die Krähe trifft regelmäßig der „Flügelschlag“, wenn Mama Muh wieder mit einer ihrer wilden Ideen ankommt. Aber sie ist für Mama Muh da, wenn diese Hilfe braucht.  Wenn sie sich beim Sprung über den Weidezaun den Kopf angeschlagen hat und etwas kaltes aus der Tiefkühltruhe braucht.

MamaMuhPflaster2MamaMuhPflaster1

Dass die Krähe dabei das ganze Eis der Bauernfamilie aufisst und selbst erst einmal krank ist, kommt eben vor.

Dafür bringt sie für Mama Muh eine Schaukel mitten im Wald an, wenn Mama Muh schaukeln will, auch wenn „Kühe das nicht tun“!

MamaMuhSchaukelt

Die Krähe hat aber auch ganz tolle Tipps auf Lager, wie man einen Kuhstall in 5 Sekunden aufräumt, zum Beispiel…

MamaMuhRäumt2

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Am besten schaut ihr selbst einmal in die Geschichten rein, auch der Film ist großartig, urkomisch und voller Lebensweisheiten.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
VG Sandra

 

 

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„Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer

Heute mal ein Buch für uns Mamas – ich bin mir nicht sicher, ob Männer es mögen und verstehen würden  – „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer.

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Während ich noch überlege, was heute und die gesamte Woche ansteht, erfahre ich, dass auf Insta das heutige Thema der #lebenmitkindchallenge „Ordnung“ heißt.

Und schon schwirren einige Gedanken in meinem Kopf herum, die irgendwie alle mit diesem Buch zu tun haben und mit der Textstelle, die mich am meisten berührt hat. Aber von Anfang an. „Die Ehefrau“ ist das erste Buch, welches ich von Meg Wolitzer gelesen habe und ich habe lange überlegt, was ich denn nun schreiben soll, denn die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt:

Die Frau des berühmten Schriftstellers Joseph Castleman erzählt in Rückblenden von ihrem gemeinsamen Leben.

Genauso schnell sind die 270 Seiten gelesen. Aber genau das sollte man nicht tun, denn der eigentliche Wert dieses Buches liegt in den Gedanken, die es auslöst. Instinktiv fragt man frau sich, ob sie genauso gehandelt hätte und warum zum Teufel Joan dies alles mitmacht?

Insgesamt beobachtet und beschreibt Meg Wolitzer den Zirkel der wichtigen, schreibenden Männer, die Joe Castleman um sich schart so pointiert, dass ich sogar die Sitzfalten der Jacketts vor mir gesehen habe.

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Was hat denn das Buch nun mit der Insta challenge zu tun? Ganz einfach, weil es das ist was Ehefrauen tun. Sie sorgen für Ordnung. Ehefrauen sorgen. Und schon sind wir bei der Textstelle, die mich am meisten berührt hat. Joan Castleman ist verbittert, denn in all den Jahren hat sie die Kinder großgezogen, ihren Mann in seinen schriftstellerischen Aktivitäten unterstützt, seine Seitensprünge ignoriert und dabei ihr eigenes Talent hinten an gestellt.

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Es ist nichts schlechtes oder verkehrtes daran für andere zu sorgen. Denn es macht die Welt ein Stückchen besser und netter. Die eigentliche Tragik besteht darin, dass Sorgen keinen Wert in der Gesellschaft hat, obwohl es ein wichtiger gesellschaftlicher Stützpfeiler ist. Dieses muss auch Joan Castleman erkennen und fragt sich, wo sie eigentlich falsch abgebogen ist, in ihrem Leben. Dabei hätten ihr doch alle Türen offen gestanden, oder etwa doch nicht?

 

Viel Spaß beim Lesen
Sandra

 

 

 

 

 

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Vom Vorlesen und Philosophieren

Ihr Lieben,

heute kommt mal wieder eine Buchempfehlung von uns zu euch. Diesmal sind es zwei Bilderbücher, die ich euch vorstellen möchte.

Beiden gemeinsam ist, dass jeweils ein Bär im Mittelpunkt steht, der keine ganz klassische Geschichte erlebt. Beide Bücher haben einen anderen Ansatz.

In der Geschichte vom „Bär(en), der nicht da war“ von Oren Lavie stellt der Bär sich und denen, den er begegnet, wunderbar philosophische Fragen, z.B.

Oren LAVIE der Bär, der nicht da war

ob es besser ist, der Erste oder der Letzte zu sein, wenn man der Einzige ist. Zusätzlich stellt er fest, dass er es besser findet an Blumen zu riechen, als sie zu zählen und auch dass es dazugehört sich zu verirren, wenn man geradeaus möchte.

Oren LAVIE der Bär, der nicht da warOren LAVIE der Bär, der nicht da war

 

Ich finde das Buch ehrlich ganz wunderbar. Auf eine nette Art und Weise bietet es die Möglichkeit sich mit den Absurditäten des Lebens auseinanderzusetzen und auch mal eine andere Sichtweise anzunehmen. Zugegeben ein, zwei Stellen sind etwas sperrig, wir haben diese ab und zu ausgelassen.

Das zweite Buch „Der Bär und das Wörterglitzern“ besticht vor allem durch seine wundervollen Illustrationen, die ich mir glatt ins Wohnzimmer hängen könnte.

Agnès de Lestrade Der Bär und das WörterglitzernAgnès de Lestrade Der Bär und das Wörterglitzern

Es ist ein stimmungsvolles Buch, welches fast ganz ohne Text auskommt und dadurch ebenfalls zum Dialog zwischen Vorleser und Zuhörer anregt. Ich bin glatt dafür, ab und zu nur über die Bilder zu sprechen und den Text ganz und gar wegzulassen. Jeder kann so seine ganz eigene Interpretation finden und seine Gefühle in Worte kleiden. Wer mehr sehen möchte, hier ist es ganz wundervoll in Szene gesetzt.

 

Viel Spaß beim Schmökern, Träumen und Philosophieren wünscht euch,
Sandra

 

 

 

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