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London mit Kindern – Was anschauen?

Endlich sind unsere Fotos da und das wollte ich zum Anlass nehmen, um noch einmal genauer auf unseren London Urlaub einzugehen und euch ein paar Tipps zu geben und damit es nicht zu viel Text wird, mache ich das in zwei Posts.

Willkommen bei London mit Kindern – Teil 1!

Da wir im Mai wirklich tolles Wetter hatten, waren wir viel draußen, um die Sonne zu genießen.
Ich finde, beim ersten Besuch lassen sich viele Sehenswürdigkeiten auch sehr gut von außen begucken, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen: Big Ben, Houses of Parliament, Westminster Abbey, Buckingham Palace, Tower Bridge,…

Daher waren wir in kleinen Museen, die sich „schnell“ angucken lassen. Auch weil unser 3,5jähriger noch nicht die größte Aufmerksamkeitsspanne hat…

Im Geffrye Museum, ein umgebautes Armenspital aus dem 18. Jahrhundert, wird der Wandel der Wohnkultur vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart am Beispiel von Wohnzimmern gezeigt. Es gibt auch spezielle Rätseltafeln für Kinder, die auch unser Jüngster spannend fand. Er ist immer vorgelaufen und rief dann: „Kann mir das bitte jemand vorlesen?“

geffrye museum
Das Geffrye Museum hat außerdem einen wunderschönen Garten, den unsere Kinder gar nicht mehr verlassen wollten, ein tolles Café und einen liebevoll ausgestatteten Museumsshop. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gern angenommen.

Außerdem waren wir im Kensington Palace. Für den ersten Teil der Ausstellung hätte ich mir etwas mehr Hintergrundwissen über die englische Monarchie gewünscht, um auch die Kindern mehr erzählen zu können… So war ich nicht vorbereitet, was auch nicht weiter schlimm war.

kensington palace

kensington palace_a

Als wir dort waren, konnten wir uns eine Ausstellung zum Wandel von Lady Diana´s Kleidungsstil ansehen. Was mich am meisten beeindruckt hat, dass ich fast alle Kleider und auch Entwurfsskizzen von Fotos aus der Presse kannte. Viele stammten noch aus meiner Kindheit. Sie muss wirklich unglaublich oft fotografiert worden sein, dass mir ihre Kleidungsstücke so präsent sind.

lady di_kensington palace

Ein Highlight waren auf jeden Fall die Royal Mews – die königlichen Stallungen. Unsere Jungs sind so durch gelaufen und haben die Rallye gemacht, wir Mädels haben uns einen Audio Guide geben lassen, weil wir alles ganz genau wissen wollten.

royal mews_horse

Der Borrough Market ist auch toll für Kinder , weil es so viel zu entdecken gibt.

borough market

Insgesamt wollten wir uns vor allem durch die Stadt treiben lassen und viel von dem Flair und der Energie aufnehmen. Uns war auch von Anfang an klar, dass wir bestimmte Dinge nicht machen werden, shoppen zum Beispiel oder Cocktails trinken, auch den Camden Market und einen Besuch im Tower haben wir uns ganz bewusst für den nächsten Besuch aufgehoben, auch weil mein Mann und ich beides noch nicht kennen und wir hoffen, dass unser Lütter mehr davon hat, wenn er etwas größer ist und sich dann auch daran erinnern wird.

Ich habe schon erwähnt, dass wir viel Bus gefahren sind. Das ist gerade mit Kindern eine tolle Möglichkeit ohne großen Aufwand viel zu sehen. Hier gibt es einen Übersichtsplan über die wichtigsten Buslinien der Innenstadt, den hatten wir zuhause mehrfach ausgedruckt und ziemlich oft in der Hand…

So waren wir außerdem in der Portobello Road, sind an der Royal Albert Hall vorbeigefahren, haben Paddington einen guten Morgen gewünscht, waren mehrmals auf dem Diana Memorial Playground (weil es den Kindern so gut gefallen hat), in der National Bank waren wir auch und in St. Paul´s, wir haben Temple erkundet und mussten leider auf die Wasserfontänen in Somerset House wegen einer Veranstaltung verzichten, und und und. Es war so schön!

Ich merke, wie ich richtig ins Schwärmen komme und freue mich wie ein kleines Kind auf Teil 2 meiner London mit Kindern Tipps!

Bis dahin,
viele Grüße
Sandra

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Kirschkernweitspucken im Alten Land

Pünktlich zum Wochenende möchte ich euch von unserem wunderschönen Ausflug ins Alte Land erzählen.

Letzten Sonntag sind wir erst mittags und daher ganz entspannt  los gefahren, um eine Gegend im Hamburger Umland zu entdecken, die wir noch nicht kannten. Das Wetter hätte nicht besser sein können, Sonne satt! Ich habe ganz kurz bedauert, dass mein Nähprojekt, von dem ich in den Instastories bereits berichtet hatte, noch nicht fertig ist – denn es hätte sehr gut zu diesem Ausflug gepasst. Nun ja, der Sommer ist ja noch lang.

Mein Liebster und ich haben Landpartien schon immer genossen und lieben es neue Gegenden zu erkunden. Zuerst mussten wir natürlich ans Wasser, dort haben wir den Ausblick vom Deich bestaunt und sind anschließend bis zur Wasserkante gelaufen.

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Dann musste erst einmal der Picknickkorb, der eigentlich eine Kühltasche ist, geplündert werden. Dieses Mal hatte ich einen schnellen Nudelsalat mit Mais und Tomaten zusammengerührt, Wraps und Sandwiches mit Salat, Salami und Schinken belegt und selbstgemachten Eistee mitgebracht. Außerdem hatten wir noch leckeren Kirsch-Käsekuchen von unserem Samstagsbesuch dabei. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie alles aufgemümmelt war. Zum Fotografieren blieb gar keine Zeit… seid nicht traurig, es war auch wirklich nur ein schnelles, spontan zusammengewürfeltes Picknick.

In Königreich sind wir über das Hofcafé Harms gestolpert, leider waren wir noch so satt, dass wir nicht eingekehrt sind. Es steht aber bei unserem nächsten Besuch auf unserer Liste!

Endgültig angehalten haben wir dann in Jork. Der Obsthof Schuhback ist eine Institution und nennt sich nicht umsonst Paradies…

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Im Hofcafé haben wir uns mit herrlich kühler Apfelschorle und extra heißem Kaffee gestärkt. Anschließend haben wir das Paradies betreten:

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Wenn ihr jemals von einem perfekten Sommergarten voller Obst geträumt habt, hier ist er! Wir wussten gar nicht, wo wir auf unserer Erkundungstour zuerst hingucken sollten, geschweige denn, wo es am schönsten ist, so dass wir uns für die nächsten 100 Jahre oder so niederlassen sollten.

Wir wollten gar nicht mehr weg.

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Wir saßen dann natürlich direkt an dem kleinen Sandstrand, weil die Kinder planschen wollten. Auch wir Großen haben es sehr genossen, unsere Füße ins Wasser halten zu können! Unsere tolle Tochter hatte natürlich ein Buch dabei – Mama leider nicht. Naja, sonst hätte ich vielleicht diesen schönen Anblick nicht festhalten können….

Große mit Buch

Wer nach solch einem wundervollen Tag noch ein paar kulinarische oder auch nicht-kulinarische Erinnerungen mit nach Hause nehmen möchte, wird im Hofladen sicher fündig. Ein besonderes Highlight für die Kinder waren die Apfelgummibärchen, welche selbstverständlich als Reiseproviant mit mussten!

Mit Sand zwischen den Zehen, Sonnenwärme auf der Haut und ganz viel Glück im Herzen sind wir dann spät zurück nach Hamburg gefahren und haben diesen wundervollen Tag am Grill mit Würstchen und Knobibrot ausklingen lassen.

Ich wünsche euch ein herrliches Wochenende,
liebe Grüße
Sandra

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Es grünt so grün in London!

So, ihr Lieben, da bin ich wieder. Hier ging es in den letzten Wochen SEHR turbulent zu, so dass ich wirklich nicht zum Bloggen gekommen bin.

Deswegen kommt heute der versprochene Post über unseren wundervollen Urlaub. Endlich!

Bitte erlaubt mir etwas auszuholen.

Wir sind ja recht früh Eltern geworden und damit hatten wir vorher relativ wenig Zeit zu reisen. Mit den Kindern hatten wir dann keine Lust auf eine lange Anreise und haben daher Urlaube im 300 km Umkreis von HH gemacht. Als wir letztes Jahr überlegten, wohin es 2017 gehen soll, hatten wir so konkrete Vorstellungen, dass wir nichts Passendes gefunden haben. Je länger die Suche dauerte, desto größer wurde unsere Sehnsucht mal etwas ganz anderes zu sehen. Ganz langsam kam eine Idee auf, die erst recht verrückt klang, aber dann immer logischer erschien. Schließlich haben wir einfach losgelegt, Hotel reserviert, Flüge gebucht und allen Freude strahlend verkündet:

 

Wir fliegen nach LONDON!!!!!!!!!!!!!!!

 

Mein Liebster und ich waren jeweils als Teenager dort und sind beide der Stadt sofort und unrettbar verfallen. Jeder für sich, hatten wir getrennt von einander vor so vielen Jahren entschieden: Das wird nicht der letzte Besuch gewesen sein.

Und nun das: Wir, die sonst nie irgendwohin gefahren sind, wollten mit unseren Kindern in so eine große Metropole, die nun leider auch aktuell und in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen ist. Ja, all diese Dinge sind uns in den Sinn gekommen und noch mehr, dass nur ein Kind etwas Englisch sprechen kann, dass es dort gefährlich sein könnte, dass ein Städtetrip anstrengend sein kann, dass unser kleines Kind, nicht die ganze Zeit laufen wird, dass beide Kinder keine große Museumserfahrung haben und wie wird das wohl mit dem Essen…

Aber nach und nach haben wir uns all dem gestellt und Lösungen dafür gefunden. Wir haben verschiedene Ausflüge in die HH-Innenstadt ohne Buggy gemacht. Wir haben bei Google nach Restaurants, Pubs und Bistros geschaut, in Laufnähe unseres Hotels, um abends keine großen Strecken mehr bewältigen zu müssen. Wir haben uns informiert, welche Buslinien wir nutzen können. Wir haben den Kindern Bilder und Videos auf Insta gezeigt, dem kleinen Kind ein „My first London Book“ bestellt, gemeinsam „Paddington“ geguckt und von meiner lieben Freundin, einen London Reiseführer geschenkt bekommen, den wir alle gelesen haben und in welchem jeder seine Wunschkreuzchen machen konnte und schlussendlich für die 5 Tage ein festes 3-Tageprogramm erstellt.

Und bei all dem haben wir uns einfach immer nur gefreut. Wie Kinder vor Weihnachten. Juchu, wir dürfen nach London! Juchu, wir machen das wirklich wahr! Juchu, es wird so toll!
Klar, haben wir gemerkt, dass nicht alle unsere Entscheidung nachvollziehen konnten, aber das haben wir von uns abperlen lassen, wie in einer Putzmittel-Werbung. Wir wussten einfach, ganz egal was passiert, es wird einfach super. Felsenfest war unsere Überzeugung.

Ihr ahnt es schon und ich hatte es ja auch bereits angedeutet: es war noch wundervoller, als wir es uns ausmalen konnten!

Es fing bereits mit dem Flug an, es war ja der erste Flug für den Lütten und unser Süßer hat dagesessen, als würde er jede Woche fliegen, so cool. Unsere Koffer waren die ersten auf dem Gepäckband, das Wetter war die ganze Zeit über fantastisch, Sonne satt und schöne 20-25 Grad, das Hotel toll, alle Mitarbeiter sehr nett, und obwohl es eher ein Businesshotel ist, hatten wir zu keiner Zeit das Gefühl, wir würden nicht dorthin passen. Es waren nur wenige Fußminuten zum Tower und zur Tower Bridge und auch die Kinder haben sich auf Anhieb in diesen Anblick verliebt. Wir sind ein bisschen vor Freude auf und ab gehüpft und haben ein paar klitzekleine Tränchen weggeblinzelt.

Tower Bridge, London, UK

Tower Bridge, London, UK

Ich war einfach so dankbar und überwältigt, dass wir wirklich dort waren und alles noch genauso schön war, wie in der Erinnerung und dass wir sogar mit unseren Kindern dort waren, etwas, was wir uns damals nicht so gedacht hatten.

Tower of London, London, UK

Tower of London, London, UK

Wir sind direkt am ersten Tag mit einem der alten roten Doppeldeckerbusse gefahren (60 Jahre alt!), haben den leckersten Espresso Londons getrunken und die Kinder haben jeder ein Stück Nougat geschenkt bekommen.

Es gab für jeden von uns spektakuläre Sachen zu entdecken. Ein paar Highlights des Lütten waren:

die Tower Bridge, die Paddington Statue, der Diana, Princess of Wales, Memorial Playground, der Garten des Geffrye Museum, die lebenden Lobster auf dem Borough Market, oben im Bus zu fahren, etc.

Die Große hat sich direkt im ersten Laden in der Portobello Road etwas Schönes gekauft, Big Ben zu sehen, hat sie sehr beeindruckt, der Ausflug in einen echten Süßigkeitenladen und sich dort auszusuchen, was und wieviel sie möchte, die Royal Mews, der Buckingham Palace, einfach all die Plätze aus dem Englischunterricht zu sehen, das überaus leckere Essen in London, die schönen Kleider von Lady Di im Kensington Palace, unsere Picknicks in den diversen Parks waren für sie einige der schönsten Erlebnisse.

St. James Park, London, UK

St. James Park, London, UK

Für uns war die gesamte Reise einfach nur schön, ein einziges Highlight. Es war ein bisschen so, als wären wir die Kinder, die ihre Eltern immer wieder auf tolle Dinge aufmerksam gemacht haben. Egal wo wir hinkamen, immer gab es dort eine kleine Überraschung für uns, mit der wir nicht gerechnet haben. Sei es das Streichquartett im Covent Garden, der lustige Museumsmitarbeiter, das tolle Essen, der liebevoll geplante Spielplatz, die nette Verkehrspolizistin, die uns mithilfe ihres privaten Handys geholfen hat, den richtigen Bus zu finden.

Geffrye Museum, London, UK

Geffrye Museum, London, UK

Geffrye Museum, London, UK

Geffrye Museum, London, UK

Überhaupt hat London die nettesten und auskunftfreudigsten Polizisten, die wir je erlebt haben, denn nur dadurch haben wir die Queen und Prince Philipp gesehen! Ehrlich wahr! Eigentlich wollten wir Mittwoch früh gleich als erstes zu St. Paul’s, aber dort war abgesperrt, weil, so die Auskunft des netten Bobbys, die Queen gleich kommen sollte, also haben wir nur 15 Min. an der Straße gewartet und dann ist sie mit ihrem weinroten Rolls Royce an uns vorbeigefahren. Das war so überraschend, dass wir uns immer wieder gegenseitig versichern mussten, dass wir sie tatsächlich gesehen haben. So ganz spontan und ungeplant.

An unserem letzten Abend saßen wir vier daher mit langen Gesichtern in unserem Hotelzimmer und waren sehr traurig, dass die schöne Zeit nun vorbei sein sollte, wir wollten alle so gern noch bleiben.

Temple, London, UK

Temple, London, UK

Und dann kam der komplette Systemausfall von British Airways und auch wenn das erst eine echte Herausforderung war, denn so etwas hatten wir noch nie erlebt und auch niemand, den wir kannten. Wir hatten bereits unsere Koffer abgegeben, waren durch die Sicherheitskontrolle gegangen, warteten im Transitbereich und bekamen dann die Info: „Ihr Flug ist gestrichen. Bitte verlassen Sie den Flughafen und buchen Sie neu!“ Das war so verunsichernd, das Wlan von Heathrow war überlastet, die ersten neuen Flüge gab es erst 2 Tage später, dann die Entscheidung, ok wir gehen jetzt und schauen, ob wir einen Zug bekommen, schließlich sind wir ja in Europa… In der U-Bahn, dann die erste Erleichterung, „Gott sei Dank, keine B O M B E!“ Dann noch der Schreck, auch kein Zug vor Montag, aber noch Zimmer in unserem Hotel…

Schließlich haben wir ganz bewusst die Entscheidung getroffen, dass wir uns von den Umständen jetzt nicht verrückt machen lassen, denn uns ging es gut und dass wir die zusätzliche Zeit einfach nur genießen werden! Und so kam es dann auch, wir haben nicht mehr viel gemacht, aber alles voller Liebe und Freude im Herzen für uns und unsere gemeinsame Zeit in dieser wundervollen Stadt. Wir haben es einfach als Abenteuer gesehen und ganz ehrlich, auch wenn 3 Tage ohne frische Sachen und 12 Stunden Zugfahrt von London über Lille, Brüssel, Köln und Hannover nach Hamburg sicherlich kein Spaziergang sind, war es eigentlich ganz easy.

Wir sind uns in dieser Woche so nah gekommen und haben so viele verschiedene, überwältigende Sachen erlebt, dass wir nicht nur lange davon zehren werden. Es war auch ein echter Glaubensbeweis, denn was wir uns gewünscht haben, ist nicht nur in Erfüllung gegangen und sondern war noch viel schöner, als wir es uns je erträumt haben!

Eure Sandra

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