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Beikosteinführung bei dem kleinen Kind

Heute kommt nun mein zweiter Beitrag zum Thema Beikosteinführung:

Mit mittlerweile mehr Stillerfahrung und einem gänzlich anderen Stillkind wollte ich eigentlich 6 Monate voll stillen und dann wieder mit dem Abendbrei beginnen. Es kam anders.

Murkelchen war 5 Monate alt und wir waren mit unserem Abendbrot spät dran. Der Hunger war groß, aber ich wollte eigentlich nicht stillen, damit das Murkelchen nicht vor der Zeit einschläft. Es war von Anfang an kein großer Schläfer, anders als das große Kind….

Als ganz gut organisierte Mama hatte ich zwar keinen Milchbrei da, aber eingefrorene Pastinake. Wurde für gut befunden, aufregend, satt machend, aber nicht großartig.

Also gab es 3 Abende lang kleine Portionen Pastinake. Dann 3 Abende Möhre, dann erst Milchbrei – Alnatura 4-Korn-Brei glutenfrei.

Mit abgepumpter MuMilch konnte ich nicht dienen, die Milchpumpe war damals von der Apotheke.

Das Mittag wollte ich auch wie beim großen Kind selbst kochen. Und das sollte es jetzt wenigstens 4 Wochen später geben. Ich wollte doch mal was so machen wie im Lehrbuch 😉 Dann „saß“ unser Murkel 2 Wochen nach dem ersten Abendessen mittags vor mir in der Wippe und sagte recht verzweifelt: „HamHamHam!!!“ So süß! Also gab es Mittagsbrei, Kartoffeln mit Möhre.

Beikosteinführung tomatenstulleblog.wordpress.com tomatenstulle.de

An der Zubereitungsweise und auch meiner Einkaufsweise hatte ich nichts verändert. Alles BIO, Gemüse und Fleisch gedünstet, püriert und eingefroren. Kartoffeln frisch dazu. Ich habe aber, aus Zeitgründen, nicht mehr jeden Tag frisch gekocht, sondern nur alle 2-3 Tage eine größere Portion, die dann im Kühlschrank stand. Das hat sehr gut geklappt und bekam dem Murkel auch sehr gut.

Wie beim großen Kind gab es 4 Wochen nur vegetarische Breie und ich habe von jeder Gemüsesorte ein Gläschen gekauft, von allen Firmen. Diese Vorgehensweise war also gleich, die Vorlieben beider Kinder jedoch unterschiedlich. 😉

Das große Kind LIEBTE Brokkoli mit Kartoffel, das Kleine nicht so…

Ich habe mit der Beikosteinführung nicht abgestillt. Daher kann ich Euch jetzt keine Angaben zum Thema Milchmenge geben. Auch haben wir es beim 2. Kind nicht mehr geschafft, einen so strikten Zeitplan einzuhalten. Hätte dem Murkel sicher gut getan, wegen der Schlaf- und Entspannungschwierigkeiten, aber ich habe es nicht mehr so hingegkriegt. Es gab so ungefähre Zeiten.

Es gab dann 3 Breie und diverse Stillmalzeiten.
Zum 1. Frühstück morgens zwischen 5 und 6h eine Stillmahlzeit,
zum 2. Frühstück wieder gestillt zwischen 8 und 9h,
Mittag klar ca. 12h,
Getreideobstbrei am Nachmittag (aus dem Glas) ca. 15h und
Milchbrei abends zwischen 17 und 18h und
zum dann Stilen zum Einschlafen und immer in der Nacht, wann Murkelchen wollte.

Später gab es zum 2. Frühstück Joghurt und Müsli, ähnlich wie beim großen Kind. Dann bald Brot.

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Insgesamt sind wir mit dem Murkel schneller auf Familienkost umgestiegen. Als es 10,5 Monate alt war, sind wir in den Urlaub gefahren und haben beschlossen, dass es jetzt alles essen darf, also mit uns vom Buffet.

Bei dem großen Kind geschah der Übergang genauso fließend, aber etwas später. So zum 1. Geburtstag, wobei Süßigkeiten so lange wie möglich herausgezögert wurden. Das haben wir beim Murkel auch gemacht, aber Kinder wollen immer das, was die anderen Kinder auch haben… Also gab es schon viel früher etwas Eis, einen Keks (wobei ich da trickste – Murkel bekam Babykekse und das große Kind die normalen…), etc.

Mit dem Übergang zur Familienkost haben wir auch nicht mehr so streng auf BIO geachtet. Möglichst nur BIO-Qualität im ersten Lebensjahr war uns deshalb wichtig, damit sich die kleinen Organismen sanft an die neuen Speisen gewöhnen können.

Das ist jetzt alles, was mir zu dem Thema einfällt. So haben wir den Übergang vom Milchkind zum Breikind zum Familientisch gemeistert. Beide Kinder durften und dürfen auch heute noch alles probieren (außer Alkohol, ist klar!), wir haben also ganz instinktiv Breikost und Baby-led-Weaning miteinander kombiniert. Wichtig war mir von Anfang an, beide Kinder an das zu gewöhnen, was wir tagtäglich essen und mögen. Damit ich womöglich nicht jeden Tag verschiedenste Mahlzeiten kochen muss…

Ich weiß, beim Thema Kinderessen gibt es noch mehr Meinungen, als beim Erwachsenenessen. Jeder muss selbst entscheiden, wie er es handhabt. Oft auch jeden Tag neu. Ich wollte Euch nur aufzeigen, dass es auch einen Weg jenseits der Norm/ des Lehrbuchs gibt. Beide Kinder sind gesund, normalgewichtig, haben keine Allergien *klopf auf Holz* und sind gut in der Schule und aufgeweckt.

Wenn Ihr Fragen habt, dann immer raus damit!

Viele Grüße
Sandra

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Beikost-Einführung beim großen Kind

Weil ich ja hier über hauptsächlich über Familienessen schreibe, dachte ich mir, dass die Beikosteinführung unserer Süßen auch dazu gehört. Es gibt sicher ein paar junge Mamis und Papis, denen ähnlich viele Fragen durch den Kopf gehen, wie mir damals…

 

Zu Beginn eine kurze Einleitung:
Der Beikostbeginn bei dem großen Kind war relativ früh.
Ich bin beim Wachstumsschub um den 3./4. Monat herum nicht mehr mit der Milchproduktion hinterhergekommen. Ich habe dann 6 Wochen mit Stillen, Abpumpen, Zufüttern hantiert. Als ich dann in einer Nacht von Sa zu So nachts um 4h schnell eingefrorene MuMilch aufgetaut habe, dachte ich mir: ‚SO! ist das Leben doch nicht!“ und habe abgestillt. So komisch es klingt, unser Huschel wollte die Brust auch nicht mehr.
Diese Zeit des Abpumpens, Stillens und Zufüttern war für uns sehr stressig, daher war das Ziel Nahrungsaufnahme wieder zu entspannen.

Kurz vor dem 4monatigen Geburtstag habe ich abends Naturreisschleim von Alnatura mit Muttermilch gegeben. Ich wollte endlich mal wieder länger als 2 Stunden schlafen. Hat auch geklappt, unser Huschel hat 11 Stunden am Stück geschlafen, war wohl so baff endlich mal satt zu sein. Ich musste natürlich trotzdem raus zum Abpumpen. (Diese Stundenanzahl war aber auch EINMALIG!)

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Das gab es ca. 3 Tage, dann gab es 3 Tage Biobanane dazu, dann 3 Tage Birne (Williams-Christ von Babydream/Bebivita), dann 3 Tage mit Karotte.
Mittlerweile hatte ich schon gemerkt, dass unser Huschel total Bock auf Löffeln hat und habe ca. 10 Tage später auch den Mittagsbrei eingeführt, gleich Karotte und Kartoffel. Ich wusste ja, dass die Karotte gut vertragen wird.
Da hat alles gut geklappt, auch mit der Verdauung gab es keine Probleme. Ich habe dem Huschel aber auch gleich Fencheltee und/oder Wasser dazu gegeben, obwohl ich sagen muss, dass das Schulkind auch heute noch ziemlich wenig trinkt. Ich orientierte mich da an den Ergebnissen in den Windeln und achtete darauf, dass es nicht nur Sachen gibt, die stopfen.

Zu Beginn glutenfrei, bis die Packung alle war, dann alle Getreidesorten.

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Außerdem gab es 4 Wochen nur vegetarische Breie. Ich wollte immer selbst kochen und habe daher erst mal von jeder Gemüsesorte ein Gläschen gekauft, von allen Firmen. Ich habe darauf geachtet, dass kein Salz oder sonstige Gewürze drin sind und auch nur die Zutaten die reingehören, maximal noch Reisstärke zum Binden.

Als ich dann wusste was es mag, habe ich das Biogemüse gekauft, gedünstet, püriert und in Eiswürfeldinger eingefroren, dann wieder aus den Schalen rausgeklopft und in Gefrierbeutel getan und wieder rein in den Tiefkühler.
Was ich eingefroren habe:
Karotten, Karotten mit Petersilie, Blumenkohl, Pastinaken, Rosenkohl (den aber unpüriert, ist quasi schon portioniert), Hokkaido-Kürbis (Huschelchen mochte den Riesenkürbis, den es in den Gläsern gibt aber lieber), Rinderfilet und Putenschnitzel aus dem Biosupermarkt (Fleisch muss man lange kochen lassen, sonst wird es zäh, ist überhaupt ne komische Angelegenheit Fleisch zu pürieren…)

Was ich nicht eingefroren habe:
Kartoffeln, die koche ich immer frisch.
Biospinat gibt es tiefgekühlt in Portionen.
Bei Penny gibt es winzige Dosen mit Bioerbsen und Biomais, der Mais lässt sich nicht ganz glatt pürieren.

Ich hatte immer ein paar Gläschen da, wenn es mal ganz schnell gehen muss oder wir unterwegs sind. Außer Bananen pürierte ich KEIN Obst, das ist mir zu aufwendig und das Obst kannste meistens auch vergessen, was man „frisch“ kriegt.

Außer der Butter, dem Rapsöl, der Petersilie, dem Fencheltee und gelegentlichen Auflügen zur Muskatnuss (ich benutze echte Nüsse) gab es nur Biosachen, wenn ich selbst kochte.

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Abends gab es die Milchbreie von Milupa (Banane, Getreide-Banane, Birne-Zwieback haben nicht zuviel Zucker). Es machte mir einfach zu viel Mühe abends auch noch was zusammenzumixen. Huschelchen war abends oft schon müde und quengelig und Mami will auch mal Feierabend haben.

Es gab dann 4 Breie und 1 1/2 Fläschchen.
Das Fläschchen (200ml) zum 1. Frühstück morgens gegen 6h,
zum 2. Frühstück Müsli (Milchpulver, Wasser, Getreidebrei – Hirse, Dinkel, was ich grad kaufte – und etwas Obstpüree) ca. 9h,
Mittag klar ca. 12h,
Getreideobstbrei am Nachmittag (aus dem Glas) ca. 15h und
Milchbrei abends ca. 17.30h und
so zwischen 22-23h noch mal ca. 130ml Milch.

Unser großes Kind schlief nicht immer durch. Weinen lassen wollte ich es nicht, weil es wirklich Hunger hatte. Also habe ich nach und nach den Nachtportion verringert, damit das Huschelchen sich die Kalorien tagsüber holt. Das große 200ml Fläschchen gab es ab 4h, 6h ist natürlich schöner…klar. Es waren dann in der Nacht nur noch 2 Löffel, das sind 70ml. Also von 6 Löffeln – 200ml, zu 5L-170ml, zu 4L   – 130ml, etc.

Ich weiß, dass es jetzt etwas lang geworden ist, aber ich habe das so ausführlich beschrieben, weil ich damals soooooo unsicher war, habe nächtelang wach gelegen und mir nen Kopf ums Essen gemacht, ehrlich wahr. Dabei war es dann SO Unkompliziert. Ich möchte nur, dass ihr wisst, dass man nicht alles wie im Lehrbuch machen muss. Mich haben diese ganzen „Erkenntnisse“ nur verwirrt, es sagt ja jeder was anderes und als ich letztes las, dass eine Mama tatsächlich fragte wie viele Kartoffeln sie zu der Karotte kochen soll, dachte ich, dass ist es doch nicht. Klar, unsere Kinder sind unser höchstes und kostbarstes Gut, aber wir dürfen doch nicht so verkopft an alles rangehen, die Süßen sind doch Individuen. Sie zeigen uns was sie wollen, man muss sie nur beobachten.

Bei dem kleinen Kind lief es dann etwas anders, das schreibe ich demnächst.

Viele Grüße
Sandra

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