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Thailand-Urlaub jetzt auch für zu Hause

Unseren Wochenendeinkauf mache ich freitags ohne Mann und Kinder, das hat viele Vorteile, aber auch einen Nachteil. Sogenannte Impulskäufe, also spontanes Wagenbeladen und ach-das-könnten-wir-ja-auch-mal-wieder-essen der anderen Familienmitglieder fehlen. Also stelle ich immer wieder die Frage: „Was wollt ihr essen? Soll ich ewas bestimmtes kaufen? Was wünscht ihr euch?“ Ihr wisst sicher, welche Antworten ich erhalte. Richtig, meist so etwas wie: „Schokocreme!!!!“ und „Weiß ich nicht!“ „Keine Ahnung…“

Wenn also dann doch einer meiner Lieben einen Wunsch äußert bin ich richtig dankbar und setze ihn auch schnellstmöglich um. Zum letzten Wochenende wollte mein Mann asiatisch essen. Übersetzt bedeutet das irgendetwas in Richtung Thai-Küche. Ich habe da verschiedene Rezepte, alle schmecken wirklich gut, aber sooo richtig wie beim Thailänder eben nicht.

Seit ein paar Wochen probiere ich eine neue Einkaufsroutine aus, also schaue in welchen Läden ich was bekomme und wie es am einfachsten für mich zu handhaben ist. Genug der langen Vorrede:

Ich stehe also in dem einen Edeka, auf dem Einkaufszettel den Thai-Wunsch und gucke mich gründlich um. Finde ganz schnell frischen Koriander und freue mich schon sehr! Weiter im Geschäft bei den Spezialitäten gucke ich noch wieder ganz genau und in Ruhe und entdecke fertige Gewürzmischungen in der Tüte für die verschiedensten asiatischen Gerichte, von thailändisch über indisch bis zu chinesisch. Ich greife mir eine Tüte und studiere die Inhaltsstoffe und bin beeindruckt!!! Nur Gewürze, keine E-Stoffe, Konservierungsstoffe oder Aromen. Ich studiere 2 weitere Tüten und freue mich immer mehr. Also landen nach einem Blick auf den Schärfegrad Thai Yellow Curry und Thai Red Curry in meinem Einkaufswagen. Ich kaufe noch Basmatireis, Hühnerbrustfilet und Asia-Gemüse-Mix aus der Tiefkühltruhe sowie mein restliches Zeug ein und halte noch einen netten Plausch mit der Kassiererin. Kokosmilch und TK-Erbsen hatte ich noch zu Hause.

Thai-Urlaub tomatenstulleblog.wordpress.com

Samstag sollte es nun soweit sein. Ich halte mich an die Zubereitungsweise, nicht aber an die Mengenangaben. Ich bin wahnsinnig gespannt. Langsam breitet sich ein feiner thailändischer Duft in meiner Küche aus und was ich in der Pfanne so sah, versprach umwerfend zu sein.Thai-Urlaub tomatenstulleblog.wordpress.com

Ich kann nur sagen, es war grandios! Umwerfend grandios! So großartig, dass es mir so egal war, dass das große Kind lieber ein Brot essen wollte und das kleine Kind nur die Erbsen rauspulte. Ich saß am Esstisch und fühlte mich wie im siebten Thai-Himmel! Ich sah schon Palmen um mich herum und hörte Meeresrauschen. Hach…

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Rezept:

400g Hühnerbrustfilet
1-2 Dosen Kokosmilch, je nach gewünschter Soßenmenge
1 Tasse TK-Erbsen
1 Tasse TK-Asia-Gemüsemix
1/2 Dose abgetropfte Mango
1/2 Tasse Kürbis (Butternut oder Hokkaido)
1 Tüte Thai Red Curry
neutrales Öl

Basmatireis

Reis nach Packungsangabe kochen. Hühnerbrustfilet waschen, abtupfen und klein schneiden. Die Mango klein schneiden. Den Kürbis hatte ich in Würfel eingefroren. Öl in der Pfanne erhitzen, die Gewürzpaste 1 Minute darin kochen. Dann die Hälfte der Kokosmilch dazu und ca. 3 Min. kochen bis sich ein Fettfilm gebildet hat – habe ich nur schwer erkennen können. Dann die Hühnerbrust dazu. Nun die restliche Kokosmilch, sowie das Gemüse dazu. Ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Mit Reis und frischem Koriander servieren und von Palmenstränden träumen. Wer nicht mehr genau weiß wie das geht, bitte hier entlang…. 

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9. Februar 2015 · 13:02

Rinderschmortopf à la Jamie

Dieser Schmortopf passt richtig gut in die kalte Jahreszeit und schmeckt ganz anders als der klassische deutsche Gulasch. Da bei meinen Lieben das Auge mit isst, sortiere ich die Fleischstücke am Ende wieder raus und püriere das ganze Gemüse zu einer Soße.  Ich würde es ja so essen, vielleicht mit ein wenig Baguette dazu…  Also serviere ich es Ihnen mit Kartoffeln und Möhren – ganz klassisch. Ich habe die Zutaten ein wenig verändert, diesmal habe ich keinen Topinambur bekommen und die Pastinaken schlicht vergessen. Außerdem gab es im Supermarkt einen schönen Moment, als ich die Bio-Zitronen ansah und die Bio-Zitronen mich ansahen, ich den Kopf schüttelte und weiterging. Um dann Zuhause festzustellen, dass ich sie doch gebraucht hätte. 😉
Desweiteren nehme ich nur ein kleines Glas Rotwein für den Geschmack, da die Kinder mitessen und erhöhe stattdessen die Gemüsebrühe.

Auch wenn es erst einmal viel und aufwendig aussieht, das ist es gar nicht. Die meiste Arbeit hat ja der Ofen. Hier sind Bilder von den verschiedenen Stadien des Schmortopfes.

Rinderragout Zutaten5_tomatenstulle

Hier die Zutaten mit der Instant-Zitrone, die ich stattdessen verwendet habe.

Rinderragout fertig2_tomatenstulle

Der Schmortopf frisch aus dem Ofen – Vorsicht! Heiß!

Rinderragout tomatenstulleblog.wordpress.com

Die Menge reicht bei uns für 2 Erwachsene und 2 Kinder und es bleiben noch Reste übrig. Beim zweiten Mal haben wir Nudeln dazugehabt. Hier also meine Version von Jools liebstem Rinderragout.

Rezept:

1 EL Butter
Olivenöl
1 Zwiebel, geschält und gewürfelt
1 EL getrocknete Salbeiblätter
700 g Rindergulasch
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Mehl
2 Möhren, geschält und in grobe Stücke geschnitten
ca. 130g Hokkaido-Kürbis, die Kerne entfernt und grob gewürfelt
3 große Kartoffeln
1-2 EL Tomatenmark
1 kleines Glas Rotwein
1l Gemüsebrühe
1 Glas Rinderfond
1/2 EL Instant-Zitrone
1 Zweig getrockner Rosmarin
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt

Ofen auf 160°C vorheizen.
Die Butter mit etwas Olivenöl in einem Schmortopf (feuerfest) zerlassen, die Zwiebel mit den Salbeiblättern kurz anschwitzen bis die Zwiebeln glasig sind.

Das Fleisch evtl. kleiner schneiden, dann in dem mit Salz und Pfeffer gewürzten Mehl wenden.

Alles in den Topf geben: Fleisch, Gemüse, Brühe, Fond, Wein, Tomatenmark, Zitrone, Rosmarin und Knoblauch. Umrühren und eher viel Pfeffer und wenig Salz würzen. Zum Kochen bringen, Deckel auflegen und ab in den Ofen damit. Das Fleisch kann 3–4 Stunden brauchen bis es weich ist. Garprobe: Drückt auf ein Fleischstück, wenn es mühelos zerfällt ist das Fleisch »fertig«. Bei mir hat es eher 4 Std. gedauert.

Ihr könnt es entweder bei 110°C im Ofen warm halten, aber auch problemlos (vorsichtig) wieder aufwärmen. Wenn Ihr die Kartoffeln weg lasst, kann es sogar eingefroren werden. Noch ein Tipp am Rande: Wenn Ihr kontrollieren wollt, ob es schon gar ist und den Deckel im Ofen öffnet, passt auf das Kondenswasser auf!! Es ist sehr heiß!!!!

Viele Grüße,
Sandra

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11. Januar 2015 · 0:01